Die Berberitze ist eine eher unbekannte und letztlich recht seltene Pflanze in unseren Gärten. Sie wird auch Berberis genannt. Es gibt viele verschiedene Arten – mit essbaren oder ungenießbaren Früchten, laubabwerfend oder immergrün, manchmal sogar mit einer wunderschönen Blüte. Einige Sorten liefern nach dem Kochen essbare Früchte, aus denen man Marmeladen herstellen kann. Auch die Vögel lieben diesen Strauch sehr.
In meinem Garten habe ich mehrere junge Pflanzen. Eine davon ist mitten im Busch der japanischen Quitte aufgegangen. Beide blühen fast zur gleichen Zeit, und die Mischung aus Rot und Orange ist wirklich wunderschön. Bei schönem Wetter zieht der große Busch viele Bienen und Hummeln an.

Wahrscheinlich handelt es sich um Darwins Berberitze – mit immergrünen Blättern, die im Winter eine hübsche rote Färbung annehmen.
Im 19. Jahrhundert wurde die Berberitze in Frankreich häufig ausgerottet, da sie ein Zwischenwirt im Lebenszyklus des Weizen-Schwarzrosts ist, eines getreidepathogenen Pilzes, wie es auch in Wikipedia heißt.

Es soll rund 175 Arten von Berberis geben. Der Nachteil dieser Pflanze (oder der Vorteil, wenn Sie eine Abwehrhecke möchten, die Sie zuverlässig vor Eindringlingen schützt) ist, dass sie sehr stachelig ist. Die Blätter stechen, und manchmal sogar die Zweige. Außerdem zersetzen sich die Blätter nur langsam, weshalb man sie besser nicht auf den Kompost wirft. Die Sorte, die ich so sehr liebe, besitzt stechende Blätter.
Die Berberitzenfrucht ist essbar
Wir haben eine weitere Sorte gekauft, Berberis „Red Tears“. Ihre Blätter stechen nicht, dafür sind die Zweige mit dicken Dornen besetzt. Warum haben wir einen solchen Strauch gekauft, wenn man sich nicht einmal daran vorbeischlängeln kann? Nun, wegen der Beeren natürlich! Man kann sie essen – und daraus Marmelade machen. Angeblich sind sie reich an Vitamin C. Die Früchte sollten sehr reif oder gut gekocht verzehrt werden, sonst sind sie giftig. Der Rest der Pflanze ist ebenfalls giftig. Red Tears ist laubabwerfend. Im Herbst färben sich die Blätter leuchtend rot, was wirklich sehr dekorativ aussieht.
Der Strauch ist noch klein – die Pfähle schützen ihn vor dem Mähroboter.
Geschmacklich passt die Berberitzenfrucht hervorragend zu Schokolade (oh, wie toll!) und zu Safran. Und wie alle Früchte – und alles, worüber im Internet berichtet wird – gilt auch die Berberitze natürlich als sehr gesund.
Ich hoffe allerdings, dass die Blüte schön sein wird. Dieses Jahr hat unsere Neupflanzung noch nicht einmal eine kleine Blüte hervorgebracht. Im Moment sind die Blätter noch zart und frisch.

🌱 Pflanzung und Vermehrung von Berberis
Die Pflanzung ist einfach und erfolgt am besten im Herbst. Berberis ist eine unkomplizierte Pflanze. Manchmal wird ein durchlässiger, steiniger Boden empfohlen, aber bei mir wächst sie in saurer, nährstoffreicher und mäßig durchlässiger Erde. Meine Berberis stehen in voller Sonne, und ich gieße sie nie.
Die Vermehrung kann über Stecklinge erfolgen, doch am einfachsten ist es, einen kleinen Sämling am Fuß der Mutterpflanze zu entnehmen.



🍇 Berberitzen-Gelee: Rezept
Ich habe auf Marmiton ein Rezept für Berberitzengelee gefunden:
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Kochzeit: 120 Minuten
Zutaten (für 6 Personen):
- Trauben von Berberitzen
- 1 Apfel (optional)
- Kristallzucker
- Wasser
Zubereitung:
- Die ganzen Trauben in einen Marmeladentopf geben.
- Wasser zugeben (Wasserstand etwas unterhalb der Früchte).
- Erhitzen, bis die Früchte aufplatzen (mit einem Holzlöffel prüfen, ob sie zerdrückt werden).
- Die zerplatzten Trauben durch eine Flotte Lotte (feines Sieb) passieren.
- Das dickflüssige Püree und den restlichen Saft durch ein Sieb oder Musselintuch filtern, um die kleinen Körner zu entfernen, und den Saft abmessen.
- Den Saft mit dem gleichen Gewicht Zucker + 20 % (wegen der Säure der Früchte) in den Topf geben.
- Den in Viertel geschnittenen Apfel hinzufügen.
- Etwa 1,5 Stunden kochen lassen und regelmäßig den Schaum abschöpfen.
- Apfelspalten entfernen und in Gläser füllen.
❓ Was halten Sie von dieser Pflanze?
Haben Sie eine Berberitze in Ihrem Garten? Nutzen Sie die Beeren in der Küche?
Und falls Sie die Sorte auf meinen Fotos erkennen – hinterlassen Sie mir bitte eine kurze Nachricht!





